Warburg - Scherfede, 07.02.2014, von Jan Sören Reckelkamm

Personenzug stößt auf Bahnübergang mit Autotransporter zusammen – Einsatz Beleuchtung

Bild: Neue Westfälische / nw-news.de

Gegen kurz nach 11:00 Uhr am Vormittag des 07.02.2014 kam es zu einem schweren Zugunglück auf der Bahnstrecke Hagen-Kassel in Höhe des Ortes Warburg-Scherfede.

Ein Autotransporter, beladen mit mehreren  Autos, überquerte den Bahnübergang an der Friedrich-Böhlen-Straße, um das Gespann auf einem benachbarten Betriebsgelände mit weiteren Fahrzeugen zu beladen. Um sich zu vergewissern, welchen Weg er zum Ladeort nehmen müsse, hielt der Fahrer des aus dem Osnabrücker Raum kommenden LKW auf den Gleisen an. In diesem Moment senkten sich die Schranken des Bahnüberganges und ein Regionalexpress der Deutschen Bahn näherte sich dem auf den Schienen stehenden Hindernis. Der Fahrer eines vor dem Bahnübergang wartenden Entsorgungsfahrzeugs machte den Fahrer des Autotransporters auf seine missliche Lage aufmerksam, so dass dieser aus dem Fahrerhaus fliehen und sich unverletzt in Sicherheit bringen konnte. Der Triebwagenführer des heranfahrenden Zuges handelte Geistesgegenwärtig und leitete sofort eine Notbremsung ein, zudem warnte er die Fahrgäste und suchte im hinteren Teil des Zuges Schutz.

Trotz Notbremsung stieß der Zug gegen den LKW, zerriss diesen in zwei Teile und entgleiste. Erst ca. 200 Meter hinter dem Bahnübergang kam der stark beschädigte Triebwagen in der Böschung zum stehen. Insgesamt wurden beim Zusammenstoß neun Zuginsassen verletzt, von denen drei in Krankenhäuser der Region gebracht wurden.

Äußerst schwierig und lang andauernd gestalteten sich jedoch die Bergungsmaßnahmen der verunfallten Fahrzeuge. So wurden die vom LKW geschleuderten Autos mit Hilfe eines LKW-Aufbaukranes einer ortsansässigen Firma geborgen. Der verunfallte LKW, wurde aufgrund seiner Masse im Tandemhub mit dem LKW-Aufbaukran und eines sogenannten 30-Tonnen City Kranes von der Unfallstelle entfernt.

Da schnell klar wurde, dass die Bergungsarbeiten bis spät in die Nacht andauern würden und die Unfallstelle weiträumig ausgeleuchtet werden müsste, wurde um ca. 16:30 Uhr die Fachgruppe Beleuchtung des Ortsverbandes Büren alarmiert. Wenig später setzten sicher der Mannschaftslastwagen mit Lichtmastanhänger (LiMa), sowie der Mannschaftstransportwagen (MTW) des Technischen Zuges mit insgesamt neun Helferinnen und Helfern in Richtung Warburg-Scherfede in Bewegung.  

An der Einsatzstelle angekommen wurde der  LiMa in der Nähe des in die Böschung gerutschten Triebwagens aufgebaut, um den umliegenden Bereich für die weiteren Bergungsmaßnahmen durch Mitarbeiter der Deutschen Bahn auszuleuchten. Ein  Powermoon© der Fachgruppe Beleuchtung wurde zur blendfreien Ausleuchtung der Einsatzstelle in direkter Nähe des Führerstandes der verunglückten Regionalbahn positioniert. Ein zweiter Powermoon© wurde im verlauf des Abends gegenüber des Lichtmastanhängers auf der anderen Gleisseite aufgestellt um den Mitarbeitern der DB die Bergungsarbeiten zu erleichtern.

Neben den eingesetzten  Bürener Helfern, waren zudem neun Helfer des Ortsverbandes Warburg im Einsatz. Diese leuchteten mit einem zweiten Lichtmastanhänger die Einsatzstelle Richtung des Bahnüberganges aus. Ein dritter Powermoon© wurde ebenfalls durch Warburger Helfer im Bereich um den hinteren Teil des Triebwagens aufgebaut. Auch übernahmen zwei der Warburger THW-Einsatzkräfte die Verpflegung der eingesetzten Helfer.

Mit Hilfe eines 250 Tonnen Autokranes gelang es schließlich gegen ca. 1:15 Uhr den entgleisten Zug auf ein zuvor errichtetes provisorisches Drehgestell zu heben und mittels eines Dieseltriebwagens der DB aus dem Gleis zu entfernen. Daraufhin konnte damit begonnen werden die Beleuchtung zurück zu bauen und zu verlasten. Der Einsatz war somit für die Bürener THW-Kräfte gegen 2:40 Uhr beendet.


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  • Bild: THW Büren

  • Bild: Feuerwehr Warburg

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